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Feuerwehr Rostock nimmt neue Integrierte Leitstelle in Betrieb

Rostock-Südstadt (HRPS) • Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat heute ihre neue Integrierte Leitstelle auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache 1 in Betrieb genommen. Nach mehr als einem Jahrzehnt der Planung und des Baus im Zusammenwirken des Amtes für Brandschutz/Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit dem Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) steht damit künftig eines der modernsten Führungs- und Kommunikationszentren in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.

Die neue Leitstelle ist zentrale Anlaufstelle für alle Notrufe über Tel. 112 und Tel. 19222 im Zuständigkeitsbereich der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Von hier aus koordinieren die Disponentinnen und Disponenten rund um die Uhr sämtliche Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Maßnahmen des Katastrophenschutzes.

„Mit der Inbetriebnahme der neuen Leitstelle stellen wir sicher, dass die Hanse- und Universitätsstadt Rostock auch in Zukunft bestens auf Notfälle vorbereitet ist. Die Investition stärkt nachhaltig die Sicherheit der Rostockerinnen und Rostocker sowie unserer Gäste und schafft gleichzeitig moderne Arbeitsbedingungen für die Disponentinnen und Disponenten, die 24/7 für uns erreichbar sind“, betont Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger.

Nach umfangreichen Planungs- und Bauarbeiten wurde das Gebäude im August 2024 fertiggestellt und an die Feuerwehr übergeben. Nachdem das zentrale Katastrophenschutzlager und die Atemschutz- und Gerätewerkstatt sowie die Bekleidungskammer seitdem in Nutzung sind, erfolgte in den vergangenen Monaten der technische Aufbau der neuen integrierten Leitstelle mit der Installation einer hochverfügbaren IT-Infrastruktur sowie einer vollständigen Neustrukturierung der Hard- und Software.

Besondere Merkmale der neuen Leitstelle sind ihre hohe Ausfallsicherheit und besonders hohe Sicherheitsanforderungen für den Betrieb. Bereits in der Planungsphase wurden die Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) berücksichtigt und beim Bau und der Ausstattung auch umgesetzt. Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, redundante Systeme und eine leistungsfähige Notstromversorgung gewährleisten, dass die Leitstelle auch in außergewöhnlichen Schadenslagen als verlässliches Führungsmittel zur Verfügung steht. Nicht umsonst ist die Leitstelle einer der wesentlichen Bestandteile der kritischen Infrastruktur.

„Nach langen Jahren der Planung und Umsetzung sind wir endlich am Ziel. Die Inbetriebnahme der neuen Leitstelle ist ein großer Schritt auf unserem gemeinsamen Weg, Rostock in Hinblick auf Krisen sicherer und resilienter zu machen. Mit modernster Technik und einer zukunftsfähigen Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen an den Bevölkerungsschutz auch langfristig gerecht zu werden“, erklärt Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski.

Für die tägliche Einsatzbearbeitung stehen moderne Leitstellenarbeitsplätze zur Verfügung. Darüber hinaus wurden zusätzliche Kapazitäten geschaffen, um bei Großschadenslagen oder außergewöhnlich hohen Anrufaufkommen, beispielsweise bei Sturmereignissen oder Hochwasserlagen, schnell reagieren zu können.

Die Bedeutung der Leitstelle Rostock zeigt sich auch im Einsatzaufkommen: Im Jahr 2025 wurden hier 54.807 Notrufe, 9.193 Anrufe für den Krankentransport sowie 46.686 weitere Anrufe bearbeitet.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 36,8 Mio. Euro. Davon entfallen etwa 30,3 Mio. Euro auf die Errichtung des Gebäudes und rund 6,5 Mio. Euro auf die technische Ausstattung der Leitstelle.

Amtsleiter Michael Allwardt dankte allen Beteiligten für ihr Engagement: „Bis zur heutigen Inbetriebnahme der neuen Leitstelle verlangte das Projekt über die Jahre allen Beteiligten so einiges ab. Mein Dank gilt den Mitarbeitenden des Amtes für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, dem Kommunalen Eigenbetrieb, den Fachplanern sowie den Krankenkassen für ihre Unterstützung. Mit der heutigen Inbetriebnahme verfügen wir über eine moderne und resiliente Leitstelle, die den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird.“

Mit der Aufnahme des Leitstellenbetriebes ist zugleich der erste von vier Bauabschnitten der umfassenden Modernisierung der Feuerwache 1 in der Rostocker Südstadt erfolgreich abgeschlossen.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Mi., 21.01.1970 - 15:46 Uhr | Seitenaufrufe: 5
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