Internationaler Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November und Orange Days 2025
Rostock (HRPS) • Am 25. November 2025 ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen – ein weltweiter Aktionstag, der auf ein Problem aufmerksam macht, das auch in Deutschland allgegenwärtig ist. Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens physische oder sexualisierte Gewalt. Der Aktionstag markiert zugleich den Auftakt der „Orange Days”, einer 16-tägigen Kampagne, die bis zum 10. Dezember 2025, dem Tag der Menschenrechte, andauert. Unter dem Motto „Orange the World” setzen weltweit Menschen, Organisationen und Institutionen Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Auch in Rostock wird es wieder verschiedene Aktionen rund um den 25. November 2025 und die Orange Days geben, teilt das Büro für Gleichstellungsfragen mit. Vom 21. bis zum 27. November 2025 und vom 5. bis zum 10. Dezember 2025 wehen vor dem Rathaus-Anbau sieben thematische Flaggen, die für Gewaltfreiheit werben. Am 25. November 2025 um 10 Uhr findet vor dem Rathaus mit Rostocks Gleichstellungsbeauftragter Cathleen Mendle-Annuschkewitz eine symbolische Flaggenhissung statt. Außerdem ist vorgesehen, Informationsmaterialien zum Beratungs- und Hilfenetz sowie zum Hilfetelefon in allen Ortsämtern, Stadtteil-Bibliotheken, in der Rostocker Volkshochschule und in den Rostocker Stadtteil- und Begegnungszentren und auszulegen.
Das Frauenbildungsnetz Mecklenburg-Vorpommern e. V. lädt heute (20. November 2025) zur Online-Veranstaltung „Tabu/Bruch: Chemische Unterwerfung“ von 17 bis 18.30 Uhr ein. Der Begriff „chemische Unterwerfung“ bedeutet die heimliche Verabreichung von Drogen oder Medikamenten (K.O.-Tropfen, Beruhigungsmittel) mit dem Ziel, die jeweiligen Personen handlungsunfähig oder gar bewusstlos zu machen, um einen sexuellen Übergriff, einen Raub oder ein anderes Gewaltdelikt begehen zu können.
Auf dem Doberaner Platz wird am 25. November 2025 ab 17 Uhr mit der alljährlichen Aktion „Ein Licht für jede Frau“ von STARK MACHEN e. V. auf das Thema ‚Gewalt gegen Frauen und Mädchen‘ aufmerksam gemacht. Das Motto dieses Jahr lautet „Hinsehen – Aufstehen – Handeln“ und rückt das Thema ‚psychische Gewalt‘ in den Fokus. Für alle Frauen und Mädchen werden Lichter entzündet, welche sich 2024 auf der Suche nach Hilfe an die Rostocker Hilfseinrichtungen von STARK MACHEN e. V. gewandt haben.
Eine Veranstaltung von Die Beginen e. V. – Der Rostocker Frauenkultur*verein und STARK MACHEN e. V. in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellungsfragen finden als Buchveröffentlichung und szenische Lesung am 26. November 2025 im Rostocker Rathaus am Neuen Markt 1 statt. Beginn ist 18.30 Uhr. Im Rahmen der internationalen Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen (25. November bis 10. Dezember 2025) setzt die szenische Lesung „endlich genug! Frauen schreiben gegen Gewalt” ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Ein FLINTA*-Ensemble trägt Texte vor, die 2024 unter Anleitung der Autorin Silke Peters entstanden sind. Zudem gibt es die gebundene ungekürzte Ausgabe aller dieser Texte unter dem Titel „Das Lichthotel” - gefördert durch Polylux, Peter Jensen Stiftung, Adalbert Zajadasz Stiftung, Literatur Rat Mecklenburg-Vorpommern.
Am 27. November 2025 um 18 Uhr laden die Jusos Rostock zum Thema „Femizide“ ein. Femizide sind die gezielten Tötungen von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Tanja Lange vom Autonomen Frauenhaus Rostock wird dazu einen Vortrag halten. Vortragsort ist die Doberaner Straße 6 Rostock.
Zu einem zweitägigen WENDO-Kurs (feministische Selbstverteidigung) vom 29. bis zum 30. November 2025 um jeweils 11 bis 16 Uhr laden das Frauenbildungsnetz M-V e. V. und Die Beginen e. V. – Der Rostocker Frauenkultur*verein ein. Veranstaltungsort ist die Rostocker Sporthalle in der Olof-Palme-Str. 25. Die Teilnehmenden üben unter anderem eigene Grenzen besser zu spüren und sich gegen sexistische, rassistische oder andere diskriminierende Sprüche, Beleidigungen oder Mobbing zu wehren. Es werden verschiedene Selbstverteidigungstechniken gegen körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt erlernt und ausgewählte Atmungs- und Entspannungsübungen ausprobiert. Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Die Teilnehmerinnen entscheiden jederzeit selbst, wann sie wie mitmachen möchten. Die Räume sind barrierefrei. Der Kurs ist kostenfrei, eine Spende vor Ort willkommen, und richtet sich an FLINTA* ab 18 Jahren. Es wird um Anmeldung bis 20. November 2025 unter veranstaltungen@die-beginen-rostock.de gebeten. Die Anzahl der Teilnehmerinnen ist auf zwölf Personen begrenzt.
Finanziell unterstützt wird das Angebot vom Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern und vom kommunalen Präventionsrates der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.
Und noch einmal lädt das Frauenbildungsnetz Mecklenburg-Vorpommern e. V. zu einer Online-Veranstaltung ein. Am 4. Dezember 2025 von 17 bis 19.30 Uhr wird Luise Görlach (luisegoerlach.de) in dem Online-Workshop „Frauen und Technik!“ nach einem Input über die Ursachen und Faktoren zum „Digital Gender Gap“ (Ungleichheit zwischen den Geschlechtern beim Zugang zu und der Nutzung von digitalen Technologien) mit den Teilnehmerinnen in einfachen Schritten erproben, mehr Kontrolle über die eigenen Daten zu erhalten und so besser gegen kommerzielle und kriminelle Ausbeutung gewappnet zu sein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Es wird um Anmeldung bis 1. Dezember 2025 unter anmeldung@frauenbildungsnetz.de gebeten. Im Anschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Zugangsdaten per Mail.
Am 10. Dezember 2025 von 14 bis 16 Uhr wird es im Rostocker Hof wieder eine gemeinsame Info-Aktion zu geschlechtsspezifischer Gewalt geben: „Weil Gewalt verletzt“. Dazu laden die Organisatorinnen der Universität Rostock, der Rostocker Polizeiprävention, des Arbeiter-Samariter-Bundes, von STARK MACHEN e. V. und des Rostocker Gleichstellungsbüros ein.
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Mi., 21.01.1970 - 10:54 Uhr | Seitenaufrufe: 10« zurück zur News-Übersicht