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Hans-Jürgen Kowalzik und Ewald Keinert aus dem Landkreis Rostock sind dicke Freunde und gemeinsam Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Mit Glück erhielten sie auf den letzten Drücker noch Tickets und können jetzt die gesamte Vorrunde des DFB-Teams im Stadion erleben. Doch das hat seinen Preis.
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Gedenken an das Novemberpogrom
Rostock (HRPS) • Vor 86 Jahren wurde in Rostock das jüdische Kulturleben zerstört. In der Nacht des 9./10. November 1938 überzog ein wütender Mob, angeleitet durch die NSDAP, im gesamten Deutschen Reich Jüdinnen und Juden mit einer Welle von Gewalt. In Rostock steckten lokale Täter die Synagoge in der Augustenstraße in Brand, schändeten den Jüdischen Friedhof im Lindenpark und verwüsteten Geschäfte und Privatwohnungen von Rostocker Juden und Jüdinnen. Zudem wurden 64 jüdische Mitbürger*innen Rostocks in so genannte Schutzhaft genommen. Durch das Novemberpogrom verschwanden die letzten öffentlichen Anzeichen jüdischen Kulturlebens in der Stadt.
Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger und der Präsident der Rostocker Bürgerschaft Dr. Heinrich Prophet rufen die Rostockerinnen und Rostocker auf, an den Gedenkveranstaltungen anlässlich des 86. Jahrestages der Pogromnacht am Sonntag, 10. November 2024, teilzunehmen. Um 9.30 Uhr findet eine Andacht auf den Jüdischen Friedhof im Lindenpark statt. Totengebete und Psalmen werden gesprochen. Danach folgt ein gemeinsamer Gang zur Gedenkstele am früheren Standort der Synagoge in der Augustenstraße. Dort findet gegen 10 Uhr eine Gedenkveranstaltung statt. Es spricht Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. Schüler*innen des Kooperativen Gesamtschule Südstadt werden die Namen der Rostocker Opfer des Holocausts verlesen.
Die Gedenkveranstaltungen werden vom Max-Samuel-Haus/Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock und der Jüdischen Gemeinde Rostock organisiert.
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Lokales | Mi., 21.01.1970 - 01:44 Uhr | Seitenaufrufe: 0« zurück zur News-Übersicht
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