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Der Bau der neuen Warnowbrücke im Stadthafen schien endlich auf einem guten Weg. Doch jetzt gibt es eine neue Hiobsmeldung: Die Planer haben sich bei den Baukosten massiv verrechnet – die zweite Planungspanne bei dem Großprojekt. Die Stadt erwägt sogar eine Klage, um das Vorhaben zu retten.
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Quelle: HRO-News.de | Mo., 14:22 Uhr
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Quelle: HRO-News.de | Sa., 08:34 Uhr
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Quelle: HRO-News.de | Sa., 10:01 Uhr

Jahresempfang der Touristiker

Mit Rückenwind ins neue Jahr: So soll es mit Rostocks Tourismus weitergehen

Rostock-Stadtmitte (MWBT) • Beim traditionellen Jahresempfang der Rostocker Touristiker im Hotel Vienna House Sonne mit der designierten Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer haben sich rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und dem öffentlichen Leben auf das neue Jahr eingestimmt: Sowohl die ersten Zahlen aus der touristischen Statistik 2022 als auch die Pläne der Landesregierung sorgen für Zuversicht.

"Ich freue mich, dass so viele prägende Akteure aus der Tourismusbranche in Rostock und dem ganzen Land gekommen sind. Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2022, haben viel vor und werden diesen Tag nutzen, um uns darüber auszutauschen, wie wir die Zukunft des Tourismus innovativ und erfolgreich gestalten können", sagt der Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing mbH (Rostock Marketing) und Tourismusdirektor von Rostock, Matthias Fromm. Als besonderen Ehrengast begrüßt er Eva-Maria Kröger auf dem Jahresempfang der Touristiker.

Die designierte Oberbürgermeisterin, die zum 01. Februar 2023 ihr neues Amt antritt, sieht viele Schnittstellen, die der Tourismus in der Stadtpolitik berührt. "Die Branche braucht uns als Partnerin in der Krise und auch mit Blick auf Zukunftsprojekte. Denn Rostock profitiert erheblich von einer gesunden Tourismuswirtschaft und es ist unsere gemeinsame Aufgabe, sie zu stärken. Zeitgleich werden wir für unsere Einwohnerinnen und Einwohner die Vereinbarkeit von Tourismus und Lebensqualität im Blick haben", sagt Kröger.

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist nach wie vor der Motor und Innovator der touristischen Entwicklung im Land. Mit mehr als 671 Millionen Euro touristischem Bruttoumsatz im Vor-Coronajahr zählt der Tourismus zu einer der wichtigsten Branchen in Rostock. Dabei konnte die Hanse- und Universitätsstadt im dritten Pandemiejahr trotz Energiekrise und Inflation kräftig aufholen. So stiegen die Übernachtungen im Zeitraum von Januar bis September 2022 auf 1,62 Millionen, das sind plus 59,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Im Jahr 2019 verzeichnete Rostock noch einen Rekordwert von 2,2 Millionen Übernachtungen. Diese Marke rückt wieder in Reichweite. Auch der Trend mit 568.898 touristischen Ankünften im Zeitraum von Januar bis September ist vielversprechend; hier betrug das Plus sogar 82,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Aufenthalt betrug 2,8 Tage.

Doch nicht nur in Rostock, sondern in ganz Mecklenburg-Vorpommern geht der Trend aufwärts. Im Zeitraum von Januar bis Oktober stiegen die touristischen Ankünfte im ganzen Land um 36,8 Prozent auf 6,7 Millionen bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4,4 Tagen. Zudem gab es 29,3 Millionen Übernachtungen. "Mecklenburg-Vorpommern ist bei den Urlaubern aus Nah und Fern nach wie vor beliebt. Das zeigen die statistischen Zahlen. Entscheidend ist, die Branche zukunftssicher und nachhaltig neu aufzustellen und zu stabilisieren. Dafür haben wir eine Reihe von Initiativen gestartet, die jetzt mit Leben gefüllt werden müssen. So wird es gelingen, den Gästen eine hohe Qualität, attraktive Angebote und ein unvergessliches Urlaubserlebnis zu bieten", sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit MV, Reinhard Meyer.

Mit der Änderung der Kommunalgesetzgebung und des Kurortegesetzes seien bereits die ersten Schritte eingeleitet worden. Zentrale Zukunftsprojekte der Landesregierung sind die Realisierung eines Tourismusgesetzes, das Aufsetzen einer tragfähigen Tourismusfinanzierung und der Aufbau einer Tourismusakademie. "Als erstes Bundesland haben wir zudem mit Tobias Woitendorf seit dem Sommer 2022 einen erfahrenen Tourismusbeauftragten, der diese Prozesse gemeinsam mit dem Land und den Akteuren vor Ort koordinieren und umsetzen wird", unterstrich der Tourismusminister.

"Rostock wird als offizieller Tourismusort mit seinen 350 Partnern im Netzwerk von Rostock Marketing diese Entwicklung unterstützen", kündigt Fromm an. Im letzten Jahr erhielt die Hanse- und Universitätsstadt zum Jahresempfang das Prädikat "Tourismusort". Dies sei die Grundlage, um das Kurabgabegebiet über Warnemünde hinaus auszuweiten. "Durch die Erhebung einer Kurabgabe in ganz Rostock können zusätzliche Einnahmen in die touristische Infrastruktur und attraktive Angebote fließen. Wir hoffen auf eine zeitnahe Entscheidung dazu in der Rostocker Bürgerschaft im Frühjahr."

Das gelte auch für die Fortschreibung der Tourismuskonzeption 2022+, die im Stadtparlament verabschiedet werden soll. "Bei all unseren Aktivitäten haben wir auch die Vernetzung als gemeinsame Tourismusregion mit Schwaan, Güstrow und Teterow im Blick", sagt Fromm. Schwerpunkte der Modellregion sind die digitale Gästekarte, eine bessere Mobilität und ein Marktforschungscockpit zur Auswertung und besseren Steuerung von Gästeströmen. "Dabei setzen wir bei der Finanzierung von Tourismusmarketing seit 2010 erfolgreich auf eine freiwillige Umlagebeteiligung und lehnen Pflichtabgaben wie die Bettensteuer klar ab", sagte Fromm.

Trotz aller Euphorie machte Frank Martens, Direktor vom Hotel Warnemünder Hof und des Tourismusvereins der Hansestadt Rostock, auch auf die Herausforderungen in der Branche aufmerksam. "Fachkräftemangel, Pandemie, Energiekosten und Inflation stellen die Unternehmen vor große Probleme und Hürden. Umso mehr sind wir auf ein funktionierendes Partnernetzwerk angewiesen, dass sich in den vergangenen Jahren als eine starke Gemeinschaft etabliert hat."

Regionale Vernetzungen in der Tourismuswirtschaft seien überfällig und zusätzliche, neue Wege in der Finanzierung für gemeinsam definierte Projekte zu suchen, sei richtig. "Eine gute Kommunikation untereinander und geschlossenes Handeln sind die weiteren Rezepte, um mit Mut und Zuversicht ins neue Jahr zu starten", sagt Martens.

Die Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing mbH (Rostock Marketing) hat seit ihrer Gründung im Juni 2010 rund 350 Partner aus Hotellerie, Gastronomie und Dienstleistungsbranche gewonnen. Gemeinsam mit den regionalen Akteuren wird das touristische Marketing der Hanse- und Universitätsstadt weiterentwickelt und ausgebaut. Im Fokus steht in erster Linie die Stärkung der nebensaisonalen Aktivitäten mit neuen Akzenten, um Buchungsanreize für die Gäste zu schaffen und das Image von Rostock und Warnemünde zu fördern.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Wirtschaft | Di., 20.01.1970 - 09:51 Uhr | Seitenaufrufe: 95
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