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Die Luft ist rein in MV – Messdaten 2016 vorgelegt

Rostock • Der Luftgütebericht 2016 bescheinigt Mecklenburg-Vorpommern eine allgemein gute Luftqualität. Erhoben und ausgewertet wurden vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) in Güstrow Messdaten von 16 Standorten im ganzen Land.

"Wie bereits Jahr 2015 gab es auch im vergangenen Jahr an keiner Messstation des Landes Grenzwertüberschreitungen der zu überwachenden Parameter. Besonders erfreulich ist die gesunkene Stickstoffdioxid­konzentration an der Messstelle Rostock-Am Strande, an der der Jahresmittelwert bereits im zweiten Jahr in Folge unter dem Grenzwert von 40 µg/m³ lag, ein Indiz für die Wirksamkeit der Maßnahmen des Luftreinehalteplans der Hansestadt Rostock. Insbesondere die Drosselung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h auf 50 km/h, verbunden mit der Tempoüberwachung, hat zum Erfolg geführt", kommentierte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus die Werte.

Auch für Feinstaub konnten in den letzten Jahren an allen Messstationen die Grenzwerte eingehalten werden, ohne dass jedoch ein klar sinkender Trend zu beobachten ist. "Die jährlichen Feinstaubkonzentrationen schwanken von Jahr zu Jahr bedeutend in Abhängigkeit von der Witterung. Die 2016 beobachteten Feinstaubwerte waren an allen Standorten niedriger als im Vorjahr", so Backhaus weiter. Eine längere Feinstaubperiode mit Tagesmittel­werten von über 50 µg/m3 wurde 2016 nur im Januar beobachtet. Insgesamt wurden maximal 7 von 35 zulässigen Überschreitungstagen registriert.

Die Ozon­konzentrationen lagen witterungsbedingt 2016 höher als im Vorjahr. Hier darf der höchste gleitende 8-Stunden Mittelwert eines Tages von 120 µg/m3 maximal an 25 Tagen überschritten werden. Die höchste Anzahl an Überschreitungstagen gab es mit 13 Tagen an der Station Löcknitz und 10 Tagen an der Station Güstrow. Die Zielwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Vegetation wurden dennoch sicher eingehalten.

Um den Einfluss des Schiffsverkehrs, insbesondere der Kreuzliner, auf die Luftqualität darzustellen, wird seit Januar 2015 am Standort Rostock-Hohe Düne kontinuier­lich gemessen. Untersucht wird die Luft hier auf Schwefeldioxid, Stickstoffoxide und Schwebstaub. Windrichtung und -geschwindigkeit fließen ebenfalls in die Betrachtungen ein. Indikatoren für den Einfluss der Schifffahrt auf die Luftqualität sind insbesondere Schwefeldioxid, Feinstaub und Stickoxide. Beim Schwefeldioxid wurde der Grenzwert für das Jahresmittel von 20 µg/m3 mit 2 µg/m3 deutlich unterschritten. Auch der höchst zulässige Stunden-Mittelwert von 350 µg/m3 wurde bei einem gemessenen maximalen Stundenwert von 18 µg/m3 erheblich unterschritten. Die Situation beim Feinstaub ist ähnlich. Lediglich an 2 Tagen wurde die maximale Tageskonzentration von 50 µg/m3 überschritten, zulässig sind 35 Überschreitungstage. Auch für Stickstoffdioxid wurden keine Grenzwertüberschreitungen beobachtet.

Der vollständige Luftgütebericht 2016 ist unter https://www.lung.mv-regierung.de/umwelt/luft/archiv/jaber_16.pdf öffentlich zugänglich.

Die aktuellen Messwerte können laufend über https://www.lung.mv-regierung.de/umwelt/luft/akt_wahl.htm abgefragt werden.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Umwelt & Natur | So., 18.01.1970 - 09:54 Uhr | Seitenaufrufe: 133
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