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Via Skype und Facebook in die Sexfalle

Rostock (PIHR) • Bei der Rostocker Polizei wurde gestern ein Erpressungsversuch in sozialen Netzwerken angezeigt.
Ein junger Mann hatte über eine Dating-Plattform eine ihm bis dahin unbekannte Frau kennengelernt. Die Chatpartnerin, die sich Camille nannte und vorgab Französin zu sein, lud den Mann ein, den weiteren Kontakt über Skype zu führen. Dort würde die Übersetzungsfunktion das Kennenlernen erleichtern. Zunächst kam es zum Smalltalk und die vermeintliche Französin fing an zu flirten. Durch geschicktes Werben brachte sie den Mann schließlich dazu, sich vor der Webcam zu entblößen.
Später überredete sie ihn, den Kontakt auf seiem Facebookprofil zu intensivieren, um dort ihre perfide Masche weiter auszubauen. Nun war der Rostocker endgültig in die Falle getappt! An dieser Stelle hat "Camille" den Chat unterbrochen, denn ganz offensichtlich war sie am Ziel. Sie hatte längst die Kontakte des Mannes kopiert. Jetzt drohte sie damit, das Video an seine gesamte Freundesliste zu schicken, sofern er keinen Geldbetrag überweist. Der Rostocker ließ sich jedoch nicht erpressen, sondern erstatte richtigerweise Strafanzeige.
Oftmals scheuen die Opfer aus Angst oder Scham den Weg zur Polizei. Man kann durchaus davon ausgehen, dass die Dunkelziffer bei Straftaten dieser Art viel höher ist.
In diesem Zusammenhang rät die Rostocker Polizei: Bleiben Sie beim Chatten mit Unbekannten misstrauisch und lassen Sie sich nicht auf sexuelle Handlungen beim Videochat ein!
Werden Sie erpresst, gehen Sie nicht auf die Forderungen ein! Brechen Sie den Kontakt sofort ab und erstatten umgehend Strafanzeige bei der Polizei!

Dörte Lembke



Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Polizeibericht | Mi., 13.02.2019 - 13:55 Uhr | Seitenaufrufe: 28
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