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Jugendschutzkontrollen auf dem Weihnachtsmarkt

Rostock (HRPS) • Auch in diesem Jahr werden unter Leitung der Arbeitsgruppe Jugendschutz wieder Kontrollen auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt durchgeführt. Die Mitglieder der AG wollen durch organisierte Kontrollen Jugendgefährdungen in der Öffentlichkeit begegnen, die beispielsweise durch exzessiven Alkoholkonsum oder Rauchen von Tabakwaren entstehen.
Für die Einhaltung und Kontrolle des Jugendschutzgesetzes setzt sich die Ämter übergreifende AG Jugendschutz aus Vertreterinnen und Vertretern von Polizei, Gesundheitsamt, Stadtamt (Abteilung Gewerbeangelegenheiten) sowie Amt für Jugend, Soziales und Asyl engagiert ein.

Das Jugendschutzgesetz soll Kinder und Jugendliche vor schädlichen Einflüssen schützen, zum Beispiel vor unangemessenem Alkoholkonsum und Nikotinmissbrauch. Die Gefahren für die Gesundheit sind gerade im Jugendalter für die Entwicklung besonders groß. So kann Alkohol die körperliche, geistige und soziale Entwicklung Jugendlicher beeinträchtigen.

Der für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport zuständige Senator Steffen Bockhahn unterstreicht: "Jugendschutzkontrollen sind leider wichtig, denn nur so sind geltende Gesetze auch wirklich durchsetzbar. Es geht nicht darum, Jugendlichen ihren Spaß zu verderben, sondern um einen dem jeweiligen Alter entsprechenden angemessenen Schutz. In Gesprächen mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe wird es daher vor allem darum gehen, aufzuklären und schleichende Grenzen zum Missbrauch deutlich zu machen."

Der erste Alkoholkonsum in der Altersgruppe der zwölf- bis 17-jährigen Jugendlichen findet im Durchschnitt mit 13,8 Jahren statt. Das hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung festgestellt. Bei jungen Menschen ab 16 Jahren sind es über 90 Prozent, die schon einmal Alkohol getrunken haben. Dieser frühe Alkoholkonsum ist durchaus kritisch zu sehen. So belegen Studien, dass ein späterer Beginn von Alkoholkonsum das Risiko senkt, ein problematisches Trinkverhalten zu entwickeln.
Dementsprechend wird im Rahmen der Kontrollen - neben der Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen des Jugendschutzes - insbesondere das gemeinsame Gespräch mit den jungen Menschen gesucht, um direkt präventive Aufklärungsarbeit zu leisten und über Gesundheitsrisiken und Suchtgefahren zu informieren.

Aber nicht nur mit den jungen Menschen wollen die Mitglieder der AG Jugendschutz ins Gespräch kommen, sondern auch diejenigen erreichen, die den Alkohol verkaufen. Daher haben die Fachleute der AG bereits im Vorfeld des Rostocker Weihnachtsmarktes mit Gewerbetreibenden und Veranstaltern Kontakt aufgenommen, um die Regelungen des Jugendschutzes zu verdeutlichen und auf eine konsequente und verantwortungsbewusste Umsetzung hinzuweisen. Denn letztlich hängt es vom Verantwortungsbewusstsein und von der Verantwortungsbereitschaft der Erwachsenen ab, ob das Jugendschutzgesetz auch in der Realität wirken kann.

Ulrich Kunze



Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Mi., 28.11.2018 - 06:36 Uhr | Seitenaufrufe: 43
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