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Vorstellung des Waldklimafonds-Projektes FOMOSY-KK in der Rostocker Heide

Rostock (HRPS) • Die Rostocker Heide ist auf vielfältige Weise in das Klimageschehen an der Ostseeküste eingebunden. Sie ist wertvolles Ökosystem, Kohlenstoffspeicher, Erholungsraum und Rohstofflieferant zugleich und liefert durch Walderhaltung und Waldmehrung sowie eine nachhaltige naturnahe Waldbewirtschaftung einen positiven Beitrag zum Schutz des Klimas und zur Verminderung der Treibhausgasemissionen. Andererseits wirken sich Folgen des Klimawandels, wie zunehmende Trockenperioden und Witterungsextreme, negativ auf die Stabilität und Vitalität des Ökosystems Wald aus.

Die Anpassung der Wälder an den Klimawandelt spielt daher eine entscheidende Rolle und wird mit im Rahmen des Waldklimafonds deutschlandweit weiter erforscht. Auch in der Rostocker Heide läuft aktuell auf diversen Waldflächen ein solches Forschungsvorhaben, an dem neben dem Stadtforstamt Rostock auch die Universitäten Rostock und Greifswald, die Technische Universität Dresden sowie die Ostdeutsche Gesellschaft für Forstplanung beteiligt sind.

Hintergrundinformation:
Wald- und Forstwirtschaft in Deutschland leisten durch die Speicherung von Kohlenstoff im Wald und in langlebigen Holzprodukten sowie durch die Vermeidung von Emissionen durch die energetische und stoffliche Verwendung von Holz einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres Klimas.
Sie entlasten die Atmosphäre derzeit jährlich um über 120 Millionen Tonnen CO2. Der Waldklimafonds soll diese positive Klimabilanz unter Beachtung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen sichern und weiter ausbauen. Eine Voraussetzung dafür ist es, unsere Wälder gegenüber dem Klimawandel anzupassen. Auf Grund der flächenmäßigen Ausdehnung – über ein Drittel Deutschlands sind Wälder – ihrer hohen Sensibilität gegenüber Klimaänderungen sowie der langen Lebenszyklen und Produktionszeiträume sind rasche und nachhaltige Anpassungsmaßnahmen schon heute geboten.

Dabei sollen Synergien zwischen Klimaschutz, Anpassung der Wälder an den Klimawandel und Erhalt der biologischen Vielfalt genutzt werden.
Ziel des Rostocker Projektes ist die Verbindung von Reaktionen der Wälder auf Veränderungen des Nutzungsregimes hinsichtlich Waldstruktur, Verjüngungsdynamik, Baumvitalität, Kohlenstoffumsatz und
-speicherung sowie die Entwicklung eines geeigneten Monitoringsystems,das langfristig ein effizientes Monitoring dieser Faktoren ermöglicht und damit übertragbar auf andere Standorte ist.

Hinweis für die Medien:
Am Donnerstag, 7. Juni 2018, wird das Forschungsprojekt auf einer Waldfläche im Revier Torfbrücke vor Ort gezeigt. Neben den Erläuterungen zum nicht gerade waldtypischen Aussehen der Fläche werden u.a.
Gasmessungen demonstriert, Käferfallenleerungen ausgeführt und Holzkerne zur entnommen sowie die daraus ermittelten Ergebnisse diskutiert und das vorläufige Monitoring-System vorgestellt.

Treffpunkt für interessierte Medienvertreterinnen und -vertreter ist um 9.30 Uhr am Stadtforstamt in 18182 Rostock-Wiethagen.

Ulrich Kunze



Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Umwelt & Natur | Di., 05.06.2018 - 07:53 Uhr | Seitenaufrufe: 42
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